Neuer Service der Stadt Einbeck:
Info-Hotlines und Webseiten für Unternehmen auf einen Blick

Um in der momentanen Situation bestmöglich zu unterstützen, stellt die Stadt Einbeck wichtige Kontakt- und Infoadressen für Unternehmer zusammen. Informationen darüber, wer für Förderdarlehen zuständig ist, welche Institutionen finanzielle Hilfe anbieten oder wer über Kurzarbeitergeld informiert, sind nachstehend zusammengestellt. Diese Seite wird laufend aktualisiert bzw. ergänzt.

KfW-Sonderprogramm für kleine, mittelständische und Großunternehmen

Das KfW-Sonderprogramm 2020 gilt ab dem 23. März 2020, Anträge können ab sofort gestellt werden. Es steht sowohl kleinen, mittelständischen Unternehmen wie auch Großunternehmen zur Verfügung. Die Voraussetzungen für KfW-Kredite wurden gelockert und die Konditionen wurden verbessert, um vielen Unternehmen helfen zu können. Die Mindestanforderungen an die Kreditwürdigkeit eines Unternehmens wurden deutlich reduziert. Bei der Haftung für diese Kredite übernimmt die KfW den größten Teil (80 bis 90 Prozent). Dafür garantiert der Bund in Form von Bürgschaften. Das erleichtert Banken, Sparkassen und anderen Finanzierungspartnern die Kreditvergabe.

Kreditprogramm für alle Unternehmen

Die KfW-Bank bietet ein KfW-Sonderprogramm für junge und etablierte Unternehmen an. Unternehmen, die seit mindestens fünf Jahren bestehen, können einen KfW-Unternehmerkredit beantragen. Für jüngere Unternehmen ist der ERP-Gründerkredit vorgesehen. Der Höchstkreditbetrag liegt bei 1 Milliarde Euro, es werden verschiedene Laufzeiten von bis zu fünf Jahren angeboten.

Kreditprogramme für mittelständische und große Unternehmen

Der KfW-Kredit für Wachstum steht mittelständischen und großen Unternehmen zur Verfügung. Zudem wurde das KfW-Programm für Wachstum dahingehend erweitert, dass das Sonderprogramm Direktbeteili-gung an Konsortialfinanzierung nun gewerblichen Unternehmen eine flexible Finanzierung von Betriebs-mitteln und Investitionen bietet.

Hilfen für große Unternehmen mit dem Wirtschaftsstabilisierungsfonds

Der Wirtschaftsstabilisierungsfond richtet sich insbesondere an große Unternehmen und ermöglicht neben den bereits beschlossenen Liquiditätshilfen über KfW-Programme großvolumige Stützungsmaßnahmen. Auch dient der Wirtschaftsstabilisierungsfonds der Refinanzierung der bereits beschlossenen KfW-Sonderprogramme. Der Fonds zielt auf die Stabilisierung von Unternehmen der Realwirtschaft durch Überwindung von Liquiditätsengpässen und auf die Stärkung der Kapitalbasis von Unternehmen. Denn deren Bestandsgefährdung hätte erhebliche Auswirkungen auf die Wirtschaft, die technologische Souve-ränität, Versorgungssicherheit, kritische Infrastrukturen oder den Arbeitsmarkt. Der Fond ermöglicht dem Bund, sich direkt an Unternehmen zu beteiligen. Die Einrichtung des Wirtschaftsstabilisierungsfonds ist zunächst bis Ende 2021 befristet.
Zugang zum Fonds erhalten Unternehmen, die eine Bilanzsumme von mehr als 43 Millionen Euro aufweisen, Umsatzerlöse von mehr als 50 Millionen Euro erzielen und mehr als 249 Arbeitnehmer im Jahresdurchschnitt beschäftigen. Zudem können auch kleinere Unternehmen im Bereich der kritischen Infra-struktur berücksichtigt werden. Der Wirtschaftsstabilisierungsfonds sieht Liquiditätsgarantien, Kapitalmaßnahmen und die Refinanzierung als Stabilisierungsinstrumente vor.

Hilfe für kommunale Unternehmen

Von dem Wirtschaftsstabilisierungsfonds können auch kommunale Unternehmen und Stadtwerke profitieren, wenn sie zwei der drei oben genannten Kriterien erfüllen.
Kommunale Unternehmen, die wegen der Corona-Krise in Finanznöte geraten sind, können nun vorübergehend auch Betriebsmittelfinanzierungen über das Programm IKU – Investitionskredit Kommunale und Soziale Unternehmen der KfW-Bank in Anspruch nehmen.

Bei Fragen zu Unterstützungsmöglichkeiten ist die KfW montags bis freitags von 8.00 Uhr bis 18.00 Uhr unter der Hotline 0800 539 9001 erreichbar. Weiteres ist der Internetseite der KfW www.kfw.de zu entnehmen. Wichtig zu wissen: Der erste Ansprechpartner für Geschäftstreibende ist momentan die eigene Hausbank. Anträge auf Förderdarlehen zur Überbrückung von Liquiditätsengpässen können seit Montag, 23. März, in einem beschleunigten Verfahren über die Hausbank gestellt werden.

Webinare für Steuerberater, Unternehmensberater, Wirtschaftsprüfer und Wirtschaftsförderer

Weiterhin bietet die KfW Webinare an, in denen über konkrete Unterstützungsmöglichkeiten informiert wird.
Diese finden jeweils von 16:00 Uhr bis 16:45 Uhr statt.

Klicken Sie bitte im Folgenden einfach auf den Tag, an dem Sie teilnehmen möchten:

30.03.2020

31.03.2020

01.04.2020

02.04.2020

03.04.2020

Die Anmeldung erfolgt dann in wenigen selbst erklärenden Schritten.

Notwendig für die Teilnahme sind:
PC mit Internetzugang
Browser: Google Chrome, Mozilla Firefox oder Safari
Installierte Soundkarte
Headset (oder alternativ Lautsprecher)

Alternativ können Sie sich per Telefon dazu schalten. Die Einwahldaten erhalten Sie mit der Bestätigungsmail im Anschluss an die Anmeldung.

Wichtig: Eine Teilnahme mit dem Internet Explorer ist nicht möglich!

Auf http://www.edudip-next. com

finden Sie weitere Informationen rund um die Funktionen der Webinar-Software.

Soforthilfe Kleinstunternehmer und Soloselbstständige

Für Kleinstunternehmen aus allen Wirtschaftsbereichen sowie Solo-Selbständige und Angehörige der Freien Berufe werden einmalige Soforthilfen unbürokratisch zur Verfügung gestellt. Die Soforthilfe ergänzt die Hilfen der Länder und kann mit den dortigen Hilfsprogrammen kombiniert werden.
Das Ziel ist die Sicherung der wirtschaftlichen Existenz und die Überbrückung von akuten Liquiditätsengpässen (u.a. durch laufende Betriebskosten wie Mieten, Kredite für Betriebsräume, Leasingraten). Für das Beziehen von Soforthilfen müssen Antragssteller wirtschaftliche Schwierigkeiten infolge der Corona-Pan-demie nach dem 11. März 2020 nachweisen, somit darf das Unternehmen vor März 2020 nicht in wirtschaftliche Schwierigkeiten geraten sein. Vorgesehen sind Soforthilfen für:

• Selbstständige und Unternehmen mit bis zu fünf Beschäftigten: Einmalzahlung von bis zu 9.000 € für 3 Monate (nicht zurückzuzahlen).
• Selbstständige und Unternehmen mit bis zu 10 Beschäftigten: Einmalzahlung von bis zu 15.000 € für 3 Monate (nicht zurückzuzahlen)

Grundsicherung für Selbstständige

Es werden 3 Milliarden Euro zur Grundsicherung von Selbstständigen zur Verfügung gestellt. Für eine schnelle Bewilligung ist die Bedürftigkeitsprüfung erst im Nachgang vorgesehen. Zudem wird auf die Offenlegung der Vermögensverhältnisse verzichtet. Diese Ausnahmen gelten für sechs Monate.

Weitere Informationen finden Sie auf der Homepage des Bundesfinanzministerium: Link Bundesfinanzministerium.

Hilfe vor Ort in Niedersachsen

Die Landesregierung in Niedersachsen stellt 4,4 Milliarden Euro für die Wirtschaft des Bundeslandes bereit. Eine Milliarde steht als finanzielle Soforthilfe zur Unterstützung der Wirtschaft zur Verfügung. Umfassende Informationen zu Ansprechpartnern und Unterstützungsmöglichkeiten finden Sie auf der Homepage https://www.mw.niedersachsen.de/startseite/aktuelles/coronavirus_informationen_fur_unternehmen/informationen-zu-den-auswirkungen-des-coronavirus-185950.html.

Ab sofort stehen für niedersächsische Unternehmen zwei neue Förderprogramme als „Soforthilfe Corona“ zur Verfügung. So gibt es für kleine und mittlere Unternehmen mit tragfähigem Geschäftsmodell, die aufgrund von temporären Umsatzrückgängen im Zuge der Corona-Krise einen erhöhten Liquiditätsbedarf aufweisen, einen maximalen Kreditbetrag bis 50.000 Euro zur Liquiditätshilfe.

Für Kleinstunternehmen mit bis zu zehn Beschäftigten gewährt das Land Niedersachsen einen Liquiditätszuschuss für beispielsweise Mietzahlungen oder Zinsverpflichtungen in Höhe von 20.000 Euro.

Alle wichtigen Infos finden Sie gesammelt auf der Website der NBank unter:

https://www.nbank.de/Blickpunkt/Covid-19-%E2%80%93-Beratung-f%C3%BCr-unsere-Kunden.jsp

Bitte stellen Sie sich darauf ein, dass Sie für die Bewilligung der Liquiditätshilfen aktuelle Unternehmensdaten in Form einer BWA, Einnahmen-Überschussrechnung oder Jahresabschluss bereit halten sollten.

Die NBank weist zudem darauf hin, dass bereits in den letzten Wochen formlos eingereichte Anträge auf Niedersachsen-Soforthilfe Corona oder Niedersachsen-Liquiditätskredit für die weitere Bearbeitung nicht ausreichen. Die Antragsstellung erfolgt ausschließlich über das Kundenportal der NBank.

Von Seiten der NBank gibt es einen in dem folgenden Abschnitt beschriebenen neuen Antragsweg:

„Liebe Antragstellerinnen und Antragsteller der Soforthilfe,
hiermit bieten wir Ihnen einen neuen Antragsweg für den Zuschuss Niedersachsen-Soforthilfe Corona:

Ab sofort können Sie den Antrag auf „Niedersachsen-Soforthilfe Corona“ sowie das Formular „De-minimis-Erklärung Soforthilfe“ hier elektronisch laden und uns per E-Mail senden.

zu den Antragsformularen als Download

Gehen Sie dazu wie folgt vor:

1. Laden Sie sich den Antrag und das Formular „De-minimis-Soforthilfe“ herunter und speichern Sie diese auf Ihrem PC.

2. Füllen Sie den Antrag und das Formular „De-minimis-Soforthilfe“ sorgfältig elektronisch am PC aus.

3. Senden Sie uns den Antrag, die De-minimis-Erklärung und den geeigneten Nachweis der Unternehmung an folgende E-Mail Adresse zu: antrag@soforthilfe.nbank.de

Bitte verwenden Sie die E-Mail-Adresse antrag@soforthilfe.nbank.de ausschließlich für die Übermittlung Ihres Antrags. Fragen zu Förderung und Antragsstellung können unter dieser Adresse nicht beantwortet werden. Wenden Sie sich hierfür bitte an beratung@nbank.de

Für weitere Informationen – auch zu anderen Unterstützungsleistungen – informieren Sie sich über unsere Internetseite.

Ihre NBank“

Kurzarbeitergeld

Die Bundesagentur für Arbeit hat ebenfalls alle wichtigen Fakten zusammengetragen, wie beispielsweise zum Kurzarbeitergeld. Die Infos sind unter folgendem Link http://www.arbeitsagentur.de/ oder auch über die Hotline 0800 45555-20 abrufbar.

Die Formulare zum Kurzarbeitergeld finden Sie auch hier.

Die Agentur für Arbeit Göttingen und ihre Geschäftsstellen in Duderstadt, Einbeck, Hann. Münden, Northeim und Osterode sind derzeit wegen der Verringerung der Ansteckungsgefahr für den Publikumsverkehr geschlossen. Die Mitarbeiter/innen sind jedoch weiter erreichbar.

Neben der kostenlosen Service-Nummer ist die Agentur für Arbeit für Arbeitnehmer-Kundinnen und -Kunden auch über die lokale Rufnummer 0551 / 520-800 erreichbar. Für Arbeitgeber-Kunden steht zusätzlich die lokale Rufnummer 0551 / 520-666 zur Verfügung.

Arbeitnehmerkundinnen und -kunden finden aktuelle Informationen, die das Thema Arbeitslosigkeit und Coronavirus betreffen, unter:

https://www.arbeitsagentur.de/corona-virus-aktuelle-informationen

Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber, die Fragen zum Thema Kurzarbeit haben, finden weiterführende Informationen unter:

https://www.arbeitsagentur.de/news/kurzarbeit-wegen-corona-virus

Schutz vor Kündigungen auch für Gewerberaummietverträge

Die beschlossenen Formulierungshilfen des Gesetzes zur Abmilderung der Folgen der COVID-19-Pandmie im Zivil-, Insolvenz- und Strafverfahrensrecht sehen vor, dass Vermieter das Mietverhältnis nicht kündigen dürfen, wenn die Mietschulden auf die Auswirkungen der Corona-Pandemie zurückzuführen sind. Die Verpflichtung der Mieter zur fristgerechten Zahlung der Miete bleibt hier jedoch bestehen. Dies gilt für Pachtverhältnisse entsprechend. Die Regelungen gelten zunächst bis zum 30. Juni 2020 und können unter bestimmten Voraussetzungen verlängert werden.


Einschränkung der Insolvenzanfechtung

Kommunale Unternehmen haben nicht mehr zu befürchten, dass Zahlungen für erfolgte Leistungen, die vor dem Insolvenzverfahren eines Kunden erbracht wurden, nunmehr von dem Insolvenzverwalter des Kunden zurückverlangt werden können (Insolvenzanfechtung). Dieses betrifft Zahlungen, die im Zeitraum vom 1. März 2020 bis zum 30. September 2020 geleistet wurden bzw. werden. Hintergrund ist die Vermutung, dass die Insolvenz auf den Auswirkungen der COVID-19-Pandemie beruht und Aussicht zur Beseitigung der bestehenden Zahlungsunfähigkeit besteht, sofern der Kunde am 31. Dezember 2019 nicht bereits zahlungsunfähig war. War dem Unternehmen aber bekannt, dass die Sanierungs- und Finanzierungs-bemühungen des Kunden nicht zur Beseitigung einer eingetretenen Zahlungsunfähigkeit geeignet gewesen sind, soll dieses nicht gelten. Diese Neuregelung ist Teil der Aussetzung der Insolvenzantragspflicht erst einmal bis zum 30. September 2020 für diejenigen Unternehmen, die durch die Corona-Pandemie erheblichen wirtschaftlichen Schaden erleiden. In diesem Zusammenhang sind auch Haftungserleichterungen für die Geschäftsleitung vorgesehen.


Leistungsverweigerungsrecht für Kleinstunternehmen und Verbraucher

Gleichzeitig wird Kleinstunternehmen und Verbrauchern über eine Moratoriumsregelung, die vorerst bis zum 30. Juni 2020 befristet ist, für bedeutsame Dauerschuldverhältnisse die Möglichkeit zur Leistungsver-weigerung eingeräumt, wenn die Umstände auf die Corona-Pandemie zurückzuführen sind. Damit soll sichergestellt werden, dass sie von Grundversorgungsleistungen wie Strom oder Telekommunikation, Gas und Wasser nicht abgeschnitten werden, weil sie ihren Zahlungspflichten krisenbedingt nicht nachkommen können. Für die Leistungsverweigerung sind folgende Kriterien festgelegt worden:
– Das Dauerschuldverhältnis muss vor dem 8. März 2020 geschlossen worden sein, dann kann bis zum 30. Juni 2020 die Zahlungspflicht verweigert werden.
– Die Zahlung ist Kunden pandemiebedingt nicht ohne Gefährdung seines Lebensunterhalts oder wirtschaftlichen Grundlagen seines Erwerbsbetriebs möglich.
Die Verweigerung der Leistung kommt allerdings nicht zum Tragen, wenn die Ausübung des Leistungsverweigerungsrechts für den Gläubiger seinerseits unzumutbar ist, da die Nichterbringung der Leistung die wirtschaftliche Grundlage seines Gewerbebetriebs gefährden würde.

Weitere nützliche Links

Informationen des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie

Merkblatt der NBank: Hilfsangebote für Unternehmen in der Coronakrise

Corona-Hilfen für Freiberufler, Selbständige und kleine Unternehmen

Infoportal des Landkreises Northeim